Unsicherheit setzt Arbeit und Freiheit aufs Spiel
martedì 21 novembre 2017

Prekäre Freiheit, prekäre Arbeit und prekäres Leben. So kann man die Arbeitsbedingungen der italienischen Journalisten zusammenfassen. Die Situation ist nicht länger tragbar, weshalb sich die Nationalräte der Journalistengewerkschaft FNSI und der Journalistenkammer am 22. November, um 11 Uhr, in der Piazza Montecitorio in Rom versammeln werden. Es ist die erste und sicherlich nicht die letzte gemeinsame Initiative dieser Art.
Die Untätigkeit der Regierung und des Parlaments in Bezug auf die Probleme des Informationswesens ist nicht länger hinnehmbar. Auf dem Spiel steht das Recht der Bürger auf Information.


Im jüngsten Abhördekret hat die Regierung Maßnahmen vorgesehen, die den Zugang zu vielen Informationen von öffentlichem Interesse verhindert. Journalisten riskieren Haftstrafen, wenn sie Material veröffentlichen, das der Geheimhaltung unterliegt. Die Legislaturperiode hatte mit dem Versprechen begonnen, das Verleumdungsgesetz zu entschärfen und die Haftstrafen für Journalisten abzuschaffen, nun geht sie sogar mit einer Verschärfung der Haftmaßnahmen für Journalisten zu Ende. Die Presse wird so geknebelt. Die Bürger werden daran gehindert, sich zu informieren. Dies steht im Widerspruch zu den Vorgaben des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte.

Die Zahl der von der organisierten Kriminalität bedrohten Journalisten nimmt zu, und es wurde nichts unternommen, um die so genannten Knebelklagen zu unterbinden, die Chronisten durch Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe mundtot machen sollen, indem sie sich nicht mehr mit heiklen Gerichtsthemen befassen.
Diese Situation schwächt die Pressefreiheit und das Recht der Bürger auf Information. Außerdem ist der Arbeitsmarkt immer prekärer. Das Ungleichgewicht wird immer stärker. Mit dem jüngsten Mediengesetz hat die Regierung Dutzende Millionen Euro in direkte und indirekte Hilfen für die Verlage fließen lassen, um auf diese Weise nur Frühpensionierungen und Werbeinvestitionen zu fördern. Nichts wurde gegen irreguläre bzw. unsichere Arbeitsverhältnisse unternommen.
Dies schwächt den Qualitätsjournalismus und verdammt die künftigen Generationen an Journalisten zu einer prekären Existenz, die den demokratischen Zusammenhalt unseres Landes aufs Spiel setzt.

© www.sportrentino.it - strumenti per i siti sportivi - pagina creata in 0,016 sec.
Altre NewsWeitere News