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Zeitungen trotz Streiks erschienen, Gewerkschaft enttäuscht

(ANSA) – BOLZANO, 17 APR – Die Journalistengewerkschaft von Trentino-Südtirol „teilt die Enttäuschung der überwältigenden Mehrheit der Redaktionen von Dolomiten und Alto Adige über die Vereitelung des landesweiten Streiks, der von der Nationalen Föderation der italienischen Presse ausgerufen worden ist. Verantwortlich dafür ist das Vorgehen der beiden Chefredakteure – paradoxerweise beide Mitglieder der Fnsi -, die sich dem Willen des Verlegers gebeugt und entschieden haben, die beiden Tageszeitungen dennoch erscheinen zu lassen: die Dolomiten zum dritten Mal und Alto Adige zum zweiten Mal“. „Die überwältigende Mehrheit der beiden Redaktionen (mit Ausnahme weniger Einzelner bei den Dolomiten und bei Alto Adige) hat sich aus Solidarität und Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Beruf für den Streik entschieden – für faire Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt für die neuen Generationen im Journalismus. Seit zehn Jahren stagnieren die Gehälter und haben real 20 % an Wert verloren, wie von Istat und Inps bestätigt wird. Wenn sogar die ohnehin bescheidene Bezahlung von Volontären und Neueingestellten infrage gestellt wird, stellt sich unweigerlich die Frage, wie attraktiv der Journalistenberuf in Zukunft noch sein kann und will – auch im Hinblick auf die Herausforderungen, vor denen unsere Branche steht, etwa durch die Einführung der künstlichen Intelligenz, die droht, die Redaktionen auszudünnen“, fährt die Aussendung fort. „Die Journalistinnen und Journalisten in ganz Italien haben für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt – deren Vorteile, wenn sie eintreten, auch den wenigen zugutekommen werden, die nicht gestreikt haben, einschließlich der Chefredakteure“, so die Gewerkschaft abschließend. (ANSA)