Die Charta von Bozen zur Künstlichen Intelligenz und Information wird morgen, Dienstag, um 10.30 Uhr im Senat (Saal des Istituto Santa Maria in Aquiro, Piazza Capranica 72) vorgestellt.
Dies teilt eine Pressemitteilung der Journalistengewerkschaft Trentino-Südtirol (Sindacato Giornalisti Trentino Alto Adige Südtirol) mit.
Die Initiative wurde von Senator Pietro Patton gefördert, der die Veranstaltung eröffnen wird.
Anschließend sprechen der Rektor der Freie Universität Bozen, Alex Weissensteiner, sowie der Verfasser des Leitfadens, der Arbeitsrechtler Bruno Del Vecchio, Rechtsberater der Nationalen Italienischen Journalistenföderation (FNSI) und der regionalen Journalistengewerkschaft.
Den Abschluss der Veranstaltung bildet die Generalsekretärin der FNSI, Alessandra Costante.
Die Vorstellung erfolgt unmittelbar nach der Enzyklika „Magnifica Humanitas“, in der Papst Leo XIV eine Regulierung der Künstlichen Intelligenz durch geeignete rechtliche Rahmenbedingungen im Dienst des Menschen gefordert hat. Diese Mahnung wurde auch mehrfach vom italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella ausgesprochen, der einen anthropozentrischen Einsatz der KI zum Wohl des Menschen fordert.
Nach der grundsätzlichen Festlegung in Artikel 19 des berufsethischen Kodex der Nationalen Journalistenkammer stellt die Charta von Bozen zu KI und Information den ersten Versuch dar, gemeinsame Leitlinien und ethische Verantwortlichkeiten für die Integration intelligenter Technologien in journalistischen Redaktionen und digitalen Medien zu definieren.
Dieses Thema wird im Rahmen einer fünfjährigen Vereinbarung zwischen der Universität Bozen und der Journalistengewerkschaft Trentino-Südtirol weiter vertieft werden. Die Vereinbarung soll am 8. Oktober in Bozen offiziell unterzeichnet werden.
Die Veranstaltung wird live über die Web-TV-Plattform des italienischen Senats übertragen.
